Wildspargel ist die aromatische, etwas rauere Urform des Spargels. Gerade jetzt kommt er aus den wärmeren Regionen Europas (Oberitalien, Istrien), wo er im Wald wild gesammelt wird.
Er ist im Aussehen zarter als der Zuchtspargel, wird im Grunde aber genau gleich verwendet. Nur für gewisse Speisen ist er fast zu schade: Er sollte nicht zu Suppe verarbeitet oder sonstwie »totgekocht« werden. Leicht in Olivenöl andünsten oder kurz blanchieren und eiskalt abschrecken reicht eigentlich schon.
Bei Mila führen wir derzeit eine ander Art von »Wildspargel«: Hopfensprossen. Der Hopfen treibt gerade jetzt aus, die zarten Triebe werden gepflückt und können ähnlich wie Spargel/Wildspargel verarbeitet werden. Tipp zum Selbersammeln: merkt Euch beim Spazierengehen im Sommer/Spätherbst anhand der charakteristischen Hopfenzapfen, wo Hopfen wächst (Zäune, Bahndämme, Friedhofsmauern, Waldränder…). Im April nächstes Jahr könnt Ihr die Triebe dort sammeln!
Besonders schmackhaft ist z.B. eine Fritatta mit Wildspargel. Wildspargel passt auch gut gedünstet, mit Balsamico oder Zitrone abgelöscht, zu Pasta oder als Beilage.

