Ein Forschungsteam der BOKU Wien hat den MILA Mitmach-Supermarkt im Rahmen einer Studie zu Lebensmittelkosten in Wien untersucht. Die Ergebnisse sind eindeutig: Im Vergleich zu allen untersuchten Verkaufsstellen – vom Diskonter bis zum Bio-Fachhandel – bietet MILA die niedrigsten Preise für biologische Lebensmittel.
Gerade in Zeiten, in denen viel über steigende Lebensmittelpreise diskutiert wird, zeigt die Studie „Ellssel, P., Stadlmayr, B., Morawetz, U. B., Sanjuan, L. D., & Trübswasser, U. (2026). Sustainable, healthy, and affordable?-A comparative analysis of the minimum cost of diets in the urban food environment of Vienna, Austria. Organic Agriculture, 16(1), 19.“ was möglich ist.
Damit wird sichtbar: Nachhaltige Ernährung kann zugänglich sein – wenn man sie anders organisiert. Jetzt auch Mitglied werden: www.mila.wien/mitglied-werden
1. Bio ist bei MILA am günstigsten
MILA bietet Bio-Lebensmittel günstiger als jeder andere untersuchte Lebensmittelhändler in Wien. Die Studie vergleicht die Kosten empfohlener Ernährungsweisen über 13 Wiener Lebensmittelgeschäfte Das Ergebnis: Bei Bio-Produkten liegt der Mitmach-Supermarkt klar vorne – sowohl bei vegetarischer als auch bei omnivorer Ernährung. Günstiger als Bio-Supermarkt, günstiger als Bio im Diskonter, günstiger als Bio im klassischen Supermarkt.
„Of all food retail outlets specializing in or offering organic products, the cooperative supermarket had the lowest cost for both recommended vegetarian diet (4.00 €) and recommended omnivorous diet (5.13 €).“
„For organic products, the cooperative supermarket (AFN-CSM-ORG) showed with 15.3%, 12.7% and 9.9% the lowest monthly expenditure across all three diets.“
2. Bio und vegetarisch – leistbar für alle
Eine vegetarische Bio-Ernährung bei MILA liegt unter den aktuellen Ausgaben der einkommensschwächsten Haushalte in Österreich. Das unterste Ausgaben-Dezil gibt durchschnittlich 4,60 € pro Tag für Lebensmittel aus.
Bei MILA kostet eine empfohlene Bio-Ernährung:
- 4,00 € pro Tag (vegetarisch)
- 5,13 € pro Tag (omnivor)
Damit liegt die vegetarische Variante klar darunter, die omnivore nur knapp darüber – und immer noch unter dem zweiten Dezil (6,00 €).
Zum Vergleich: Im Bio-Supermarkt kosten dieselben Ernährungsweisen mit 4,90€ bzw. 5,96€ deutlich mehr.
„The minimum cost for recommended vegetarian diets in organic quality, instead, was below (or very close to) the expenditure of the lowest expenditure decile unless purchased through the farm delivery service.“

3. Gut für Konsument*innen UND Produzent*innen
Leistbare Preise und faire Bezahlung schließen sich nicht aus. Günstige Bio-Preise und faire Bezahlung für Produzent*innen? Das geht. Kooperative Supermärkte stärken beide Seiten.
Die Studie zeigt: Kooperative Supermärkte wie MILA bieten nicht nur die günstigsten Bio-Preise, sondern stärken gleichzeitig Produzent*innen durch direkte Beziehungen und kurze Lieferketten. Im klassischen Handel entstehen niedrige Preise oft durch Druck auf Erzeuger*innen und prekäre Arbeitsbedingungen im Lebensmitteleinzelhandel. Das Genossenschaftsmodell funktioniert anders: Einsparungen entstehen durch gemeinsames Organisieren und Mitmachen – nicht durch niedrigere Einkaufspreise.
„This suggests that alternative food networks can offer comparatively affordable access to organic foods within the local food systems while simultaneously strengthening producer-consumer relationships, promoting short supply chains based on small-scale food production, and supporting local economies and livelihoods.“
Was das für dich bedeutet
Mit deiner Mitgliedschaft, deinem Einkauf und deiner Mitmach-Schicht trägst du dazu bei, dass Bio-Lebensmittel für mehr Menschen zugänglich werden – und gleichzeitig Produzent*innen fair bezahlt werden.
